Handdampfreiniger Test

Handdampfreiniger im Test

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Der Handdampfreiniger

Wer scharfe und ätzende chemische Reinigungsmittel nicht liebt, der greift am besten zu einem Handdampfreiniger. Denn der vom Gerät erhitzte und unter Druck gesetzte Wasserdampf dringt praktisch überall ein und vermag es, alle Arten von Schmutzpartikeln von Keramik, Holz, Edelstahl, Glas, von Glaskeramikfeldern in der Küche oder auch aus Textilien zu lösen. Im Handdampfreiniger Test schneiden die kleinen Handdampfreiniger übrigens weitaus besser ab als die großen Dampfreiniger, und das fast unabhängig von der Preiskategorie.

Vorteile eines Handdampfreinigers

Im Haushalt kommt es immer wieder zu hartnäckigen Schmutzablagerungen, die sich im Rahmen des gewöhnlichen Putzens, Waschens oder Staubsaugens nicht entfernen lassen. Kalkablagerungen im Bad, eingekochte Reste auf dem Herd, Schimmel in Fliesenfugen, Fettflecke auf Bezügen, Schmutzfilme an Jalousien, Fenstern und Türen sind nur einige Schmutzrückstände, die eine zeit- und arbeitsaufwändige Reinigung erfordern. Häufig scheint gar nur noch die "chemische Keule" zu helfen.

Mit einem modernen Handdampfreiniger ist das anders. Der Handdampfreiniger entfernt selbst tief sitzenden Schmutz auf Böden, an Möbeln oder Kleidungsstücken. Er lößt Rückstände wie Fett, Schimmel, Kalk und Ruß gründlich und restlos.
Darüber hinaus sagt das Gerät Bakterien und Keimen den Kampf an und kommt dabei ganz ohne Chemie aus.

Mit einem Handdampfreiniger funktioniert das Reinigen und Desinfizieren in Sekundenschnelle. Dabei ist das Gerät so geformt, dass es in jede Ecke und jede Ritze kommt. Gegenstände, die zuvor nur schwierig und mit viel Aufwand zu reinigen waren, bekommt man mit einem Handdampfreiniger im Handumdrehen porentief rein.
Zudem spart man sich eine Menge Putzmittel, Geräte und Werkzeuge, denn der Handdampfer vereinigt alles, was man braucht - in einem Gerät.

Wie funktioniert ein Handdampfreiniger?

Das große Problem bei Schmutzarten wie Kalk, Fett, Schimmel oder Ruß ist, dass sie schwer löslich sind, wenn sie erst einmal eingetrocknet sind und auf einem Untergrund haften.

Früher halfen dabei nur Schrubben und Scheuern sowie die Anwendung scharfer Reinigungsmittel. Das ist jedoch für Möbel, Polster, Fußbodenbeläge oder Kochfelder keine besonders schonende Variante. Es kommt leicht zu Beschädigungen oder Verkratzungen von empfindlichen Oberflächen.

Handdampfreiniger arbeiten viel schonender und zudem auch noch gründlicher. Sie nutzen heißen Dampf, der unter Druck erzeugt wird, um Schmutzrückstände zu lösen und dann aufzusaugen. Auf diese Weise kann man den unterschiedlichsten Schmutzablagerungen zu Leibe rücken: dem Fett in der Dunstabzugshaube, Schimmel oder Seifenablagerungen auf Fliesen, Kalkränder in Aquarien, Töpfen und Vasen, Schlieren an Fenstern, Jalousien und Türen. Auch Kissenbezüge und Polster werden nach einer Behandlung mit dem Gerät wieder sauber und frisch.
 
Dazu wird bei einer Heizleistung von bis zu 1.600 Watt innerhalb von Minuten aus nur 1 Liter Wasser eine gewaltige Menge Dampf produziert und unter einem Druck von bis zu 4,0 bar aus der jeweiligen Aufsatzdüse ausgestoßen.

Ein Expertentipp: An einer unsichtbaren Stelle des zu reinigenden Untergrundes oder der Textilien sollte man zunächst kurz testen, ob das Material dem Dampfstrahl auch standhält, ohne sich zu verfärben oder sonstigen Schaden zu nehmen.
Auch Kunststoffverfugungen beispielsweise sollte man nicht direkt heftig mit dem Dampf ansprühen.

Verwendung des Handdampfreinigers

Zuerst wird der Tank mit Leitungswasser aufgefüllt. Die Zugabe von Reinigungsmitteln ist dabei nicht erforderlich. Nachdem das Wasser aufgeheizt wurde, erzeugt das Gerät einen Arbeitsdruck von mehreren bar und ist damit einsatzbereit.

Nach der üblichen Grundreinigung wird die zu reinigende Oberfläche mit dem Wasserdampf besprüht, dann mit den mitgelieferten Tüchern und Bürsten bearbeitet.

Dem zähen unhygienischen Fettfilm beispielsweise, der sich besonders in Küchen oft an Edelstahloberflächenund anderen Oberflächen ansetzt, kann man mit einem Handdampfreiniger wirkungsvoll zu Leibe rücken: Dazu benötigt man den mitgelieferten Velourüberzug über der Dampfdüse sowie ein oder mehrere Mikrofasertücher. Auch das Entfernen alter Reinigungsmittel auf Keramik oder Kunststoff erleichtert der Dampfstrahler - und das unter Verzicht von Lösungsmitteln und Chemie. In sehr hartnäckigen Fällen hilft mehrfaches Einsprühen und Einwirkenlassen.

Einer der größten Vorzüge: Der Dampfstrahler reinigt auch sonst schwer zugängliche Ritzen und Fugen. Obendrein ermöglicht ein Handdampfreiniger es zusätzlich, Textiles aufzufrischen, Haare und Fusseln zu entfernen, Falten und Knitter zu glätten, sowie Gerüche, ob aus Kleidung, Polstermöbeln oder Teppichen, loszuwerden.

Anwendungsmöglichkeiten

Die Anwendungsmöglichkeiten eines Handdampfreinigers sind extrem vielfältig, wobei er in allen Bereichen und auf allen Oberflächen mit demselben Prinzip, der Kombination aus Dampf und Druck, zuverlässig arbeitet.

Für jeden Anwendungsbereich wird der passende Aufsatz bei guten Geräten gleich mitgeliefert. Schwer zugängliche Ecken und hartnäckige Verschmutzungen können so mit einer langen Düse am besten bearbeitet werden. Mit der Winkeldüse kann man sogar um die Ecke arbeiten. Der Bürstenaufsatz eignet sich für die Reinigung des Herdes, während es für Autositze und Polstermöbel einen speziellen Polsteraufsatz mit einem Baumwollpad gibt. Will man Spiegel, Fenster oder Fliesen zum Glänzen bringen, montiert man den Fensterreinigeraufsatz auf den Handdampfreiniger. Verlängerungsschlauch und Schultergurt garantieren einen großen Aktionsradius.

Zubehör zum Handdampfreiniger

Reichlich Zubehör für die Pflege von verschiedenen Oberflächen, Textilien oder Glas, wird bei guten Fabrikaten mitgeliefert, nebst einer umfassenden Bedienungsanleitung, die genau darauf hinweist, wie man im Haushalt reinigt, ohne mit dem heißen Wasserdampf Beschädigungen zu verursachen. Zum Handdampfreiniger mitgeliefert werden in der Regel und je nach Modell Mikrofasertücher, diverse Wischaufsätze, Dampf-Kleiderbürsten, Schläuche mit Adaptern, Dampfbürsten, Fensterabzieher, Powerdüse und Spezialbürsten für Ecken und Ritzen, dazu Nachfüllbehälter für den Wassertank und zuweilen sogar eine Aufbewahrungstasche.

Es gibt auch schon Geräte, die Schmutz und Feuchtigkeit gleich absaugen können. Ab etwa 40 Euro findet man in der Regel ein brauchbares Modell im Handel. Fazit: Mit etwas Glück erwischt man für einen reellen Preis einen kleinen wendigen und vielseitigen Tausendsassa, der rigoros und hygienisch alles reinigt, was man ihm vorsetzt, und mit dem man Chemie und Kräfte spart.